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Evaluation Generationendialog 2025 (Zwischenstand)

Was uns die Evaluation des Generationendialogs 2025 zeigt

Der diesjährige Generationendialog stand erneut für das, was Generationenarbeit in Sachsen im Kern ausmacht: Menschen zusammenzubringen, Perspektiven zu teilen und neue Ansätze zu entwickeln. Ergänzend dazu würdigte die Verleihung des Sächsischen Generationenaward die zahlreichen Initiativen im Land, die Tag für Tag zeigen, wie lebendig und kraftvoll generationsübergreifendes Engagement sein kann.

Umso wichtiger ist es, nach einer solchen Veranstaltung nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen, sondern die Stimmen der Teilnehmenden ernst zu nehmen. Die vorliegenden ersten Evaluationsergebnisse geben bereits Einblicke in Bedarfe, Erwartungen und Impulse und sie zeigen klar, wohin sich der Generationendialog 2026 weiterentwickeln sollte. Gern können Sie sich hier noch an der Umfrage beteiligen!

Was die Menschen besonders beschäftigt

Ein erster Blick in die Befragungsergebnisse

Viele Rückmeldungen aus der Evaluation spiegeln wider, dass Generationenarbeit längst mehr ist als „Jung trifft Alt“. Ein Teilnehmer formulierte es prägnant: „Der Sinn hinter Generationenarbeit wurde ganz gut dargestellt. Es geht nicht nur um Jung & Alt, sondern um alles dazwischen – ein Füreinander im Miteinander.“

Damit bestätigen die Rückmeldungen eine zentrale Botschaft: dass der gesellschaftliche Zusammenhalt unter Druck steht und Beziehungen zwischen Generationen ein entscheidender Hebel sind, um Vertrauen wieder zu stärken. Manuela Thomas sagt im Interview dazu: „Wenn wir über Generationen sprechen, reden wir immer über Gesellschaft – über das Lernen voneinander, über Verantwortung und über das Erkennen der eigenen Rolle im größeren Ganzen.“

Genau das wurde auch in der Evaluation deutlich: Viele Teilnehmende betonen, wie wichtig echte Begegnungsräume, gegenseitiges Zuhören und ein gemeinsames Verständnis von Verantwortung seien.

Klare Erwartungen: Mehr Beteiligung, mehr Vielfalt, mehr junge Menschen

Auffällig ist die Forderung, Kinder und Jugendliche stärker einzubeziehen:

„Kinder und Jugendliche müssen mehr befragt und einbezogen werden […] Das Angebotsdilemma merken wir vor allem im ländlichen Raum.“

Andere kritisierten, dass junge Generationen zu wenig sichtbar waren oder fragten offen:

„Die jungen Generationen waren zu wenig vertreten. Woran lag das?“

Auch das entspricht den im Interview beschriebenen gesellschaftlichen Trends: Junge Menschen suchen Räume, in denen ihre Perspektiven ernst genommen werden – und gleichzeitig wünschen sich ältere Generationen mehr Kontaktpunkte und Lerngelegenheiten.

Darüber hinaus kam der Wunsch nach mehr Diversität deutlich zum Ausdruck:

„Es fehlt noch die Vielfalt in der Darstellung der Generationen […] Menschen mit Behinderungen, People of Color und queere Personen sollten sich wiederfinden.“

Diese Stimmen decken sich mit den langfristigen Zielen einer nachhaltigen Generationenpolitik: Teilhabe für alle und barrierefreie Räume, die von möglichst unterschiedlichen Menschen genutzt werden können.

Der Generationendialog als Zukunftswerkstatt

Ein starker Befund der Evaluation ist das Bedürfnis nach mehr Zeit für Austausch, mehr thematische Tiefe und mehr niedrigschwellige Formate:

„Je mehr Möglichkeiten zum Gespräch / Dialog desto besser. Orte und Formate der barrierefreien Begegnung.“

„Möglichkeiten zum regelmäßigen Austausch […] gerne auch als Online-Format.“

Gleichzeitig wurde angemerkt, dass an mancher Stelle die Zeit nicht reichte, um Gespräche ausreichend zu vertiefen – ein Hinweis, der für den kommenden Dialog wertvoll ist.

Besonders wertgeschätzt wurde das World Café am Vormittag:

„Besonders effektiv war der Vormittag mit dem World Café […] In kurzer Zeit zu vielen Themen ins Gespräch zu kommen, ist für jeden mit Mehrwert verbunden.“

Ein weiterer großer Themenblock: Finanzierung und Unterstützung. Viele Stimmen betonen:

„Es braucht immer eine engagierte Person, die das Thema vorantreibt […] und dafür müssen Gelder bereitstehen.“

Das bestätigt eine Grundlinie, die auch im Positionspapier zur Generationenpolitik angelegt ist: Generationenzusammenhalt gelingt nicht ohne Struktur, Ressourcen und Verlässlichkeit.

Die Verbindung zum Generationenaward: Sichtbarkeit schafft Wirkung

Die Evaluation zeigt, wie stark das Bedürfnis nach Anerkennung, Vernetzung und Beispielen guter Praxis ist. Hier setzt der Sächsische Generationenaward an.

Die Preisverleihung – eingebettet in den Generationendialog – wurde vielfach gelobt:

„Das war eine der besten Veranstaltungen, die ich seit vielen Jahren erlebt habe. Das Theater war der perfekte Austragungsort.“

Gleichzeitig gab es konstruktive Kritik zur besseren Sichtbarkeit der Kategorien oder zur Vorstellung der Nominierten – Hinweise, die unmittelbar in die Planung für 2026 einfließen können.

Beide Formate – Dialog und Award – zeigen zusammen, was Generationenarbeit leisten kann: Inspiration, Begegnung, Wertschätzung und Motivation, weiterzumachen.

Warum Ihre Rückmeldung jetzt wichtig ist

Viele der hier genannten Themen erscheinen auch im Interview mit Manuela, in den Rückmeldungen der Jury und in der strategischen Ausrichtung der Generationenarbeit in Sachsen: gesellschaftlicher Zusammenhalt braucht Dialog, Offenheit und Bereitschaft zur Veränderung.

Damit der nächsten Generationendialog noch besser werden kann, möchten wir alle Teilnehmenden – und auch diejenigen, die diesmal nicht dabei sein konnten – herzlich einladen, unsere kurzen Evaluationsfragen zu beantworten.

Ihre Perspektive hilft uns,

  • Dialogräume inklusiver zu gestalten,
  • Angebote stärker an Bedarfen auszurichten,
  • mehr junge Menschen zu erreichen,
  • und Generationenarbeit in Sachsen weiter zu stärken.

Beteiligen Sie sich gern noch bis zum 17.12. damit wir auch Ihre Stimme in die Evaluation und in die zukünftigen Planungen einbeziehen können.

Auch wenn Sie nicht beim Dialog dabei waren – können Sie den Großteil der Fragen beantworten.