Was bleibt vom 4. Sächsischen Generationendialog?
Ein Blick in die Evaluation und ein Ausblick nach vorn
Mehr als 150 Akteurinnen und Akteure aus Kommunen, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Fachpraxis kamen beim 4. Sächsischen Generationendialog zusammen. Rund jede fünfte teilnehmende Person hat sich im Anschluss an der Evaluation beteiligt – mit Zahlen, Einschätzungen und vielen offenen Rückmeldungen. Entstanden ist ein vielstimmiges Bild davon, was Generationenarbeit heute braucht, was beim Dialog gut gelungen ist und wo Entwicklungspotenzial gesehen wird.


Die Ergebnisse zeigen eine sehr hohe Zustimmung zum Format: 93 % der Befragten möchten erneut teilnehmen, 76 % würden den Generationendialog in ihrem Netzwerk weiterempfehlen und 96 % halten eine jährlich stattfindende Dialogveranstaltung zur Generationenarbeit für sehr wichtig. Diese Zahlen unterstreichen: Der Generationendialog ist für viele ein relevanter Ort des Austauschs – fachlich, persönlich und strategisch.

Gleichzeitig machen die qualitativen Rückmeldungen deutlich, warum solche Formate gebraucht werden. Viele Stimmen betonen, dass es nicht an Engagement fehlt, sondern an Räumen, Zeiten und Anlässen, in denen sich Menschen unterschiedlicher Generationen wirklich begegnen können. Besonders positiv hervorgehoben wurden die thematischen Tische, der offene Austausch, die Vielfalt der Perspektiven und die Möglichkeit, neue Kontakte über kommunale und fachliche Grenzen hinweg zu knüpfen. Kritisch angemerkt wurden unter anderem der enge Zeitplan, der Wunsch nach mehr Interaktion und einer stärkeren Einbindung junger Menschen – Hinweise, die bewusst in die Weiterentwicklung des Formats einfließen.
Der Evaluationsbericht geht dabei über eine reine Veranstaltungsbewertung hinaus. Er bündelt Stimmen zur Zukunft der Generationenarbeit, zu notwendigen Unterstützungsangeboten, zu strukturellen Hürden und zu der Frage, wie Zusammenarbeit zwischen den Generationen nachhaltig gelingen kann.

Viele Rückmeldungen machen deutlich: Generationenarbeit wirkt dort, wo sie langfristig gedacht wird, wo sie niedrigschwellig ist und wo Kommunen, Ehrenamt, Zivilgesellschaft und Politik gemeinsam Verantwortung übernehmen. Genau hier setzt der Ausblick an. Der nächste Sächsische Generationendialog ist bereits in Vorbereitung. Wann und wo er stattfinden wird, geben wir in den kommenden Wochen bekannt. Klar ist schon jetzt: Der Dialog bleibt ein zentraler Treffpunkt für alle, die Generationenarbeit in Sachsen nicht nur diskutieren, sondern aktiv mitgestalten wollen.

Clara Zeitler (Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. – Servicestelle Quartiersentwicklung und Gemeinwesenarbeit) als Laudatorin bei der Preisverleihung des Sächsischen Generationen Awards 2025 im Burgtheater Bautzen.
Neugierig geworden?

Der vollständige Evaluationsbericht zum 4. Sächsischen Generationendialog steht als PDF zum Lesen, Herunterladen und Ausdrucken bereit – mit allen Ergebnissen, Stimmen und Einordnungen. Ein Blick lohnt sich für alle, die dabei waren, genauso wie für diejenigen, die beim nächsten Mal (neu) dazukommen möchten.