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Quartiersarbeit in Bewegung – Fachtag in Annaberg-Buchholz

Am 6. November 2025 war die Sächsische Generationenagentur durch Torsten Pötzsch, Referent für kommunale Entwicklung, zu Gast bei der Veranstaltung „Quartiersarbeit für Seniorinnen und Senioren in Kommunen“ im Landratsamt Erzgebirgskreis in Annaberg-Buchholz.

Die Einladung kam in engem Austausch mit der Verwaltung zustande und wir haben uns sehr gefreut, aktiv in eine kommunalpolitische Debatte auf Landkreisebene eingebunden zu werden. Die Veranstaltung zielte darauf ab, Vertreter:innen aus Kommunen, Wohnungswirtschaft und sozialen Trägern zusammenzubringen – mit dem klaren Ziel, zukunftsfähige Strategien für eine generationengerechte Quartiersarbeit zu diskutieren und voneinander zu lernen. Im Fokus stand die Frage, wie Lebensräume im ländlichen Raum so gestaltet werden können, dass ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben im Alter möglich bleibt.

In seinem Vortrag stellte Torsten Pötzsch die Arbeitsweise und Ziele der Sächsischen Generationenagentur vor und betonte dabei besonders das Handlungsfeld Wohnen und Lebensumfeld.

Er machte deutlich: Quartiersarbeit ist weit mehr als Sozialarbeit – sie ist eine Querschnittsaufgabe, die alle mitnehmen muss: Stadtplanung, Wohnungswirtschaft, Bürgerbeteiligung und kommunale Verwaltung. Es geht darum, nicht länger sektorales Denken zu fördern, sondern gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, die langfristig tragen.

Die vorgestellten Praxisbeispiele aus dem Landkreis zeigten eindrucksvoll, wie dies gelingen kann. Viele Projekte dachten Generationenarbeit nicht exklusiv für Senioren, sondern vernetzten Zielgruppen und Angebote generationenübergreifend, etwa über gemeinsame Treffpunkte, wohnortnahe Unterstützungsstrukturen oder barrierefreien Umbau im Bestand.

Besonders gefreut hat uns das Wiedersehen mit Diana Tilp, Preisträgerin des diesjährigen Generationen-Awards. Ihre Arbeit in Schwarzenberg wurde mehrfach als beispielhaft für sozialraumorientierte Quartiersentwicklung hervorgehoben und zeigt, wie viel mit langem Atem und guter kommunaler Anbindung möglich ist.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Fachvortrag von Dipl.-Ing. Susanne Trabandt zum Thema Barrierefreies Wohnen, der die architektonische Perspektive mit wichtigen Impulsen ergänzte.

Unser Fazit: Der Erzgebirgskreis setzt klare Signale für eine umfassende und vernetzte Quartiersarbeit. Für uns als SGA war die Veranstaltung ein wertvoller Baustein im Dialog mit den kommunalen Ebenen und eine wichtige Bestätigung, dass wir mit unserem Fokus auf integrierte Generationenarbeit und starke regionale Partnerschaften auf dem richtigen Weg sind.