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Wie steht es um den Zusammenhalt der Generationen in Sachsen, Frau Thomas?

„Wenn wir nicht aufpassen, erben unsere Kinder die Einsamkeit!“

Die Potenziale einer alternden Gesellschaft zu entwickeln, ist Auftrag und Ziel der Sächsischen Generationenagentur. Sie lädt Kommunen, Landkreise und Engagierte am 22. Oktober 2025 zum Generationendialog nach Bautzen. 

„Junge Menschen erleben eine Welt voller Unsicherheiten. Ältere fühlen sich oft nicht mehr gebraucht.“

Manuela Thomas, Geschäftsführerin vom Sozialen Netzwerk Lausitz – dem Träger der Sächsischen Generationenagentur –, beantwortet die wichtigsten Fragen zur Generationenarbeit und zum Sächsischen Generationen-Award, der in Bautzen verliehen wird.

Wie steht es um den Zusammenhalt der Generationen in Sachsen?

Unsere Gesellschaft altert, junge Menschen erleben eine Welt voller Unsicherheit, ältere fühlen sich oft nicht mehr gebraucht. Generationenarbeit schlägt hier Brücken und macht eine Gesellschaft erst stark.


Wir leben in einer Zeit der gleichzeitigen Krisen – und inmitten dieser Überforderung hat sich etwas verschoben: Die Verbindung zwischen den Generationen ist leiser geworden. Die einen kämpfen mit dem demografischen Wandel, die anderen mit psychischer Erschöpfung. In Sachsen erlebe ich viele Menschen, die einander eigentlich brauchen, aber sich kaum noch begegnen. Es fehlt nicht an Engagement. Es fehlt an Räumen, Zeiten und Anlässen.


Die Gesellschaft altert, ja. Aber vor allem fragmentiert sie sich. Junge Menschen erleben eine Welt voller Unsicherheiten. Ältere fühlen sich oft nicht mehr gebraucht. Wenn wir das einfach so hinnehmen, erben unsere Kinder nicht nur den Klimawandel – sondern auch die soziale Kälte. Generationenarbeit ist eine Antwort darauf: Sie fragt, wie wir füreinander da sein können – nicht nur in der Familie, sondern als Gesellschaft.

Gelingende Kontakte zwischen den Generationen machen eine Gesellschaft erst beziehungsfähig. Und dafür braucht es Orte und Zeit. Generationenarbeit muss über Zuständigkeitsgrenzen hinweg wirken. Genau da setzt die Sächsische Generationenagentur an. Als Möglichmacherin und Strukturengeberin für alle, die etwas bewegen wollen – in Schule, Pflege, Quartier, Betrieb. Was sie nicht ist: Alibi-Event und Spaßprogramm.

Am 22. Oktober 2025 wird das Burgtheater Bautzen zum Treffpunkt für alle, die Generationenarbeit im Freistaat Sachsen gestalten, begleiten oder neugestalten wollen. Das ist die zentrale Fach- und Netzwerkveranstaltung zur Stärkung generationenübergreifender Zusammenarbeit und zur Vernetzung kommunaler und zivilgesellschaftlicher Akteure. Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Teile – der Vormittag ist adressiert an Fachleute aus Kommunen, Landkreisen und Landratsämtern. Das Nachmittagsprogramm richtet sich an alle am Generationendialog interessierten Organisationen, Initiativen und auch Einzelpersonen.” 

Wir machen gute Beispiele sichtbar. Es gibt jede Menge Menschen in Sachsen, die Brücken bauen – zwischen Jung und Alt, Stadt und Land, heute und morgen. Der Award würdigt Wirkung statt Show und lädt zur Nachahmung ein. Denn Zusammenhalt entsteht nicht in Sonntagsreden, sondern im Alltag.

„Ohne Generationenarbeit droht unseren 
Kindern eine einsame Zukunft.“


Darum ist die Arbeit der Generationenagentur in Sachsen so wichtig

Die Sächsische Generationenagentur unter Federführung des Sozialen Netzwerks Lausitz (SNL) ist eine Initiative des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, die die Generationenarbeit als zentrales Querschnittsthema stärkt. Sie schafft Räume für Begegnung, fördert Wissenstransfer und unterstützt Projekte, die Verbindungen zwischen Jung und Alt sichtbar machen und ausbauen. Mit Programmen wie dem Generationenbotschafter-Netzwerk, dem Generationenindex und dem Sächsischen Generationendialog setzt sie Impulse für Teilhabe, Digitalisierung und lebenslanges Lernen. Ein Herzstück ist der Sächsische Generationen Award, der jährlich herausragende generationenverbindende Projekte in sechs Handlungsfeldern auszeichnet – von Bildung und Teilhabe über Lebensphasen bis hin zu Pflege und Digitalisierung. Neben einem Preisgeld werden die Preisträger durch die Agentur begleitet und vernetzt, um ihre Ideen weiter zu verbreiten. 

Der nächste Sächsische Generationen Award wird im Rahmen des 4. Sächsischen GenerationenDialog am 22. Oktober im Burgtheater Bautzen verliehen. Pressevertreter sind herzlich willkommen, wir bitten um Anmeldung. 

Das Kurzinterview mit Manuela Thomas führte Peter Stawowy | www.stawowy-online.de

Haben Sie weitere Fragen an Manuala Thomas? Melden Sie sich gern bei uns! 

Oder lernen Sie uns persönlich kennen – beim 4. Sächsischen Generationendialog am 22. Oktober – dieses Jahr im wunderschönen Bautzen.



Impressionen vom Generationendialog 2024:

Aus dem Graphic Recording vom Generationendialog 2024 (by Antje Dennewitz | www.antjedennewitz.de)

1 Gedanke zu „Wie steht es um den Zusammenhalt der Generationen in Sachsen, Frau Thomas?“

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